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Deutsches Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg
Comprehensive Heart Failure Center

Am Schwarzenberg 15
Haus A15
97078 Würzburg

Tel.: (+49)931-201-46333
Fax: (+49)931-201-646333
Email: dzhi@ukw.de

Für Patienten: (+49)931-201-46301

BMBF Förderkennzeichen:
bis 1.11.15: 01EO1004
ab  1.11.15: 01EO1504

Einladung zur PK "Sport mit schwachem Herzen"

Benjamin Krohn
Ex-Spitzensportler Thomas Lurz engagiert sich im Kampf gegen die Herzschwäche (Foto: Benjamin Krohn).

Pressekonferenz mit Fokus auf kardiovaskulärer Sport- und Präventivmedizin

Wer ein schwaches Herz hat, muss Ruhe geben? Diese Regel gilt schon seit vielen Jahren nicht mehr. Heute weiß man, dass eine generelle Schonung bei Herzerkrankungen nicht zu empfehlen ist. Anlässlich des bereits zum siebten Mal stattfindenden Heart Failure Awareness Day (HFA-Day), einer europaweiten Aufklärungskampagne über die Volkskrankheit Herzschwäche, laden das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) und das Kompetenznetz Herzinsuffizienz (KNHI) Medien- und Interessensgruppenvertreter zu einer Pressekonferenz am 20.04.2017 nach Mannheim ein. Mit dabei sind Spitzensportler und führende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Kardiologie, die das Thema „Sport mit schwachem Herzen“ diskutieren. Die Pressekonferenz findet im Rahmen der 83. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie im Congress-Center Rosengarten, Mannheim, statt.

Immer wieder erreichen uns Schlagzeilen von jungen Spitzensportlern, die wegen Überlastung ihres Herzens tot zusammenbrechen. Dies trifft auch auf den ehemaligen Schwimmweltmeister Alexander Dale Oen aus Norwegen zu, der 2012 bei einem Trainingslager in den USA starb. Grund: Plötzliches Herzversagen. Hier stellt sich die Frage: Wie kann es sein, dass der Tod Spitzenathleten scheinbar ohne Vorwarnung aus dem Leben reißt? Und damit zusammenhängend: Wie weit ist die Forschung fortgeschritten, um gefährdete Herzen frühzeitig zu erkennen? Wie viel Sport ist für Leistungssportler gesund?


Den norwegischen Schwimmweltmeister kannte auch Thomas Lurz. Er ist Deutschlands erfolgreichster Schwimmer und schwamm über Jahre hinweg der nationalen und internationalen Konkurrenz davon – ohne Herzerkrankung. Da er sich der Gefahr, die von kranken Herzen ausgehen kann, bewusst ist, macht sich der Ex-Leistungssportler als Botschafter im Kampf gegen die Volkskrankheit Herzschwäche stark: „Mein Herz ist mein innerer Motor, der meinen Körper zu Höchstleistungen antreibt. Ohne ihn hätte ich kein Rennen ge-winnen können. Sich präventiv mit dem Thema der Herzgesundheit auseinanderzusetzen, ist für mich daher unverzichtbar“, so Thomas Lurz.

Bei einer Pressekonferenz zum Thema „Sport mit schwachem Herzen“ wird Lurz die Medienvertreter infor-mieren, welche Belastungen er als aktiver Spitzensportler seinem Herzen zugemutet und wie er sein Herz an die ruhigere Zeit nach dem Leistungssport gewöhnt hat. Gemeinsam mit ihm beantworten Spitzenforscher und Mediziner des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) und der Deutschen Herzstiftung sowie weiterer führender Herzzentren Fragen rund um den Themenkreis Bewegung mit Herzerkrankungen. Vorgestellt werden dabei auch aktuelle Studien zu Sport- und Präventivmedizin.

Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 20.04.2017, 17.30 Uhr, im Presseraum des Congress-Center Rosengarten Mannheim. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Teilnehmer:
- Prof. Dr. Georg Ertl (Ärztlicher Direktor Universitätsklinikum Würzburg)
- Prof. Dr. Stefan Störk (Wissenschaftlicher Direktor DZHI, Würzburg)
- Prof. Dr. Thomas Meinertz (Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung)
- Prof. Dr. Martin Halle (Prävention und Sportmedizin, Medizinische Fakultät Universitätsklinikum Kli-nikum rechts der Isar, TUM)
- Prof. Dr. Rolf Wachter (Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Kardiologie und Pneumologie)
- Priv.-Doz. Dr. Hans-Dirk Düngen (Charité, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie)
- Thomas Lurz (erfolgreichster deutscher Schwimmer sowie erfolgreichster deutscher Teilnehmer bei Freiwasserweltmeisterschaften)

Können Sie aus organisatorischen oder Zeitgründen nicht nach Mannheim anreisen, können Interviews per Telefon oder online organisiert werden.
Weitere Informationen:

- Zur Pressekonferenz unter: http://knhi.de/network/news/

- Zum HFA-Day unter:
http://knhi.de/network/tag-der-herzschwache/ und https://www.escardio.org/Sub-specialty-communities/Heart-Failure-Association-of-the-ESC-%28HFA%29/Advocacy-&-Awareness/heart-failure-awareness-day

Der zweitplatzierte Handball-Bundesligist "Rimpar Wölfe" aus Würzburg machen sich für ein gesundes Herz stark.
Der zweitplatzierte Handball-Bundesligist "Rimpar Wölfe" aus Würzburg machen sich für ein gesundes Herz stark.

Herz in Bewegung - Sport mit schwachen Herzen - Genetisch bedingte Kardiomyopathien

Anlässlich des 6. HFA-Days veranstaltet das DZHI gemeinsam mit dem Kooperationspartner Kompetenznetz Herzinsuffizienz eine Pressekonferenz im Rahmen der 82. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Sport trotz einer Herzerkrankung? Sport gerade wegen einer Herzerkrankung? Dass Bewegung und Aktivität für die Gesundheit wichtig sind, das steht außer Frage. Doch wie gefährlich kann Leistungssport werden, wenn eine versteckte Herzkrankheit den Sportler vorbelastet? Sogenannte angeborene Kardiomyopathien (familiär bedingte Herzmuskelerkrankungen) sorgen regelmäßig für Aufmerksamkeit in der Presse: 2010 bricht der Top-Handballer Sebastian Faißt in Schaffhausen inmitten eines Bundesligaspiels zusammen und stirbt an akutem Herzversagen. Auch der hochtalentierte Fußballnationalspieler und Stürmer Gerald Asamoah leidet an einer angeborenen Herzerkrankung, einer Herzwandverdickung. 2012 bestreitet der ehemalige zweifach Sieger des Ironman Hawaii (welthärtester Triatholon) bereits neun Monate nach einer offenen Operation am Herzen aufgrund eines Aortenaneurysma wieder einen Stadtlauf.

Sport und Herzerkrankungen schließen sich gegenseitig nicht aus. Sport kann bei Herzerkrankungen sogar therapeutische Effekte erzielen, denn der Herzmuskel wird durch gezielte Bewegung und Anstrenung trainiert, wie jeder andere Körpermuskel auch. Doch wie wichtig gerade die Früherkennung genetisch bedingter Herzerkrankungen für Sportbegeisterte ist, ist leider noch nicht in allen Sportvereinen - egal ob Amateur oder Bundesliga - ausreichend bekannt. Unter anderem liegt dies auch daran, dass die Früherkennung genetisch bedingter Kardiomyopathien noch in den Kinderschuhen steckt. Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) ist mit einer neubesetzten Forschungsprofessur Pionier der genetischen Grundlagenforschung an Herzerkrankungen. Welche Hürden und Herausforderungen diese Wissenschaft zu meistern hat und ob sie helfen kann, künftige Spitzensportler vor herzbedingten Unfällen zu bewahren, kann während der Pressekonferenz besprochen werden.

  • Veranstaltungsort: Rosengarten, Mannheim
  • Zeit: 30.3.2016, 19 Uhr
  • Raum: Presseraum DGK Tagung (m:con)

Teilnehmer (vorraus.):

  • Prof. Thomas Meinertz (Dt. Herzstiftung)
  • Prof. Georg Ertl (Ärztlicher Direktor UKW, Sprecher DZHI)
  • Prof. Stefan Störk (wiss. Direktor DZHI)
  • Prof. Brenda Gerull (Forschungsprofessur Genetik der Herzkrankheiten, DZHI)
  • Stefan Schmitt (Handball-Mannschaftskapitän Rimpar Wölfe (Handballbundesliga, Platz 2)
  • Norman Stadler (Ironman-Gewinner aus Mannheim
  • Gerald Asamoah (Ex-Fußballnationalspieler, Videobotschaft)